Die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau müssen in der 2. Basketball-Bundesliga ProA weiter auf ihren dritten Saisonsieg warten. Beim Aufsteiger FC Schalke 04 mussten sich die Hessen am Sonntagabend mit 80:86 (40:47) geschlagen geben – vor allem, weil sie das kongeniale Trio der Königsblauen nicht in den Griff bekamen. Björn Rohwer (24), Patrick Carney (21) und Courtney Allen Belger (19) besiegelten den Schalker Sieg fast im Alleingang. Eine bittere Niederlage für die White Wings, die den Start komplett verschliefen, fünf Minuten vor dem Ende aber mit vier Punkten Vorsprung in Führung lagen.

Die Gäste kamen nur schleppend in die Partie. Schalke zog schnell auf 12:5 davon. Vor allem mit Björn Rohwer kam die Defensive aus Hanau in der Anfangsphase gar nicht klar: Der 2,13 Meter große Center markierte die ersten neun Punkte für die Seinen. Gäste-Trainer Simone Cote sah sich nach fünf Minuten zur ersten Auszeit gezwungen – sein Team bekam Rohwer danach besser in den Griff. Pech für die White Wings, dass Patrick Carney für seinen Teamkollegen in die Bresche sprang und im zweiten Abschnitt des ersten Viertels traf wie er wollte. Er zeichnete mit acht Punkten alleine für den ersten Lauf des Abends verantwortlich – eineinhalb Minuten vor der Sirene lag Schalke mit 29:12 vorne. Den White Wings gelang danach nur noch Ergebniskosmetik – nach dem ersten Viertel zeigte die Tafel ein 17:31 an.

Im zweiten Abschnitt zeigten sich die Hessen wie ausgewechselt und voll auf der Höhe. Mitte des Viertels gönnten sie den Schalkern innerhalb von rund drei Minuten nur einen Punkt – und schrieben ihrem Konto in dieser Phase gleich elf Zähler gut. Beim 33:37 waren die Gäste erstmals wieder in Schlagdistanz, danach ging ihnen aber etwas die Puste aus, sodass Schalke eine 47:40-Führung in die Kabine rettete.

Das mit 23:16 gewonnene zweite Viertel machte den Hessen aber Mut – und verlieh offenbar auch mehr Wurfsicherheit, denn nach der Pause saßen endlich auch die Dreier. Gleich fünfmal trafen die Hanauer im dritten Viertel aus der Distanz – und so gingen sie eineinhalb Minuten vor Schluss dank Luquon Deonte Choice beim 62:60 erstmals in Führung. Die Königsblauen konnte aber nochmal kontern und retteten eine hauchdünne Zwei-Punkte-Führung (65:63) in den Schlussabschnitt.

Den begann Schalke mit fünf Punkten und schien beim 70:63 endgültig auf die Siegerstraße eingebogen zu sein – aber dann kam Alexander Angerer. Ob beim Rebound oder beim Wurf – der 22-Jährige lief plötzlich richtig heiß. Angetrieben von Angerer legten die White Wings einen 10:0-Lauf hin und ließen die mitgereisten Fans spätestens beim Stand von 75:71 für Hanau vom dritten Saisonsieg träumen. Danach riss bei den Gästen aber wieder der Faden. In den letzten fünf Minuten kamen nur fünf weitere Zähler hinzu – und auf der Gegenseite bewies Schalke Nervenstärke an der Freiwurflinie. Allen voran Curtney Allan Belger, der mit zehn Zählern in den letzten fünf Minuten quasi im Alleingang dafür sorgte, dass Schalke am Ende den vierten Saisonsieg feiern konnte.

Am nächsten Freitag geht es für die Hanauer gegen die Gladiators Trier weiter – zu sehen ab 20 Uhr in der heimischen Main-Kinzig-Halle oder im Livestream auf https://airtango.live.

Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau spielten:

Jordon Talley (1 Punkte/0 Rebounds/0 Assists)

Josef Eichler (5/0/2)

Till-Joscha Jönke (10/1/10)

Dorian Pinson (11/7/5)

Jeramie Woods (3/2/1)

Luquon Choice (24/5/0)

Alexander Angerer (11/7/3)

Benedikt Nicolay (0/0/0)

Kalidou Diouf (15/5/3)