Der erste Gedanke, der White-Wings-Headcoach nach dem Spiel gegen Rostock in den Kopf kommt ist: „Es war ein wirklich hart umkämpftes Spiel.“ Recht hat er: Bei der Partie in der Main-Kinzig-Halle ging es um jeden einzelnen Angriff, Freiwurf und Ballbesitz. Über weite Strecken blieben beide Teams gleich auf, das bessere Ende ergab sich dann aber für Rostock. Die Seawolves gewannen am Ende hauchdünn mit 73:75.

Zufrieden zeigte sich Cote dabei vor allem mit der Teamleistung. Rostocks Trainer Milan Skobalj hatte einen klaren Gameplan: Till-Joscha Jönke und Lu Choice ausschalten. Das gelang den Seawolves über weite Strecken. Entsprechend mussten sich die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau breiter Aufstellen. Mit Erfolg: Nicht nur Kalidou Diouf, Alex Angerer und Topscorer Dorian Pinson zeigten sich offensiv stark und treffsicher. „Auch Jordon Talley war heute wirklich gut, aus meiner Sicht war es bisher sein bestes Spiel für uns“, lobt Cote.

Zwar gerieten die White Wings auch in diesem Spiel wieder früh in Rückstand – allerdings ließen sie in diesem Spiel, anders als in den Vorwochen, den Gegner nicht zu weit davonziehen. Nachdem das erste Viertel mit sechs Punkten Vorsprung an Rostock ging, zeigten sich die White Wings im zweiten Viertel etwas stärker. Vor allem Talley und Pinson holten diverse wichtige Punkte und sorgten dafür, dass der Rückstand kleiner wurde. Mit 37:41 ging es in die Pause.

Doch da das Spiel sich derart knapp gestaltete, kam es auf die Details an: Ein verworfener Korbleger hier, ein Ballverlust mit Fast-Break-Folge dort, und schon bietet sich für den Gegner ein Vorteil. „Von Situationen hatten wir ein paar – leider auch in kritischen Phasen.“ Eine solche zeigte sich bis zur Mitte des dritten Viertels. Mit einem Doppelschlag in der zweiten Minute bauten die Seawolves ihre Führung auf 37:45 aus. Im Kampf um den Anschluss zeigten die White Wings dabei ein paar Fehler zu viel und Rostock konnte zweistellig in Führung gehen.

Dennoch: Die White Wings gaben sich nicht auf und kämpften sich in einem sehr starken letzten Viertel zurück. Vor allem Pinson und Diouf drehten noch einmal auf und gaben alles für ihr Team. Als Pinson kurz vor Ende des Spiels noch einen Dreier zum 73:75 versenkte, hoffte schon so mancher auf ein kleines Basketballwunder und einen Anschlusstreffer, der die Mannschaft in die Verlängerung führen könnte. Leider wurde daraus nichts – zwei Sekunden waren einfach zu wenig, um zu Punkten.

„Die Effektivität in unserem Spiel war teilweise besser, als in den Wochen davor. Gegen ein gutes Team wie Rostock muss sie dennoch noch etwas stärker sein“, sagt Cote. Vor allem in der Defensive gelang es nicht, Topscorer Yannick Anzuluni unter Kontrolle zu bringen. „Wir können einem Spieler nicht erlauben, 27 Punkte zu machen. Da müssen wir als Team besser aufpassen.“

Dennoch: Die Entwicklungskurve zeigt klar nach oben. Nun gilt es für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau, mit lockerem Training und einer intensiven Videoanalyse zu regenerieren. Denn bereits morgen geht es zum Auswärtsspiel gegen TEAM EHINGEN URSPRING.

Die Ehingener zeigen sich in dieser Saison deutlich stärker, als in der vergangenen Spielzeit. Mit Kevin Yebo und Seger Bonifant konnten sie zwei leistungsstarke Spieler halten. Tanner Leissner und Rayshawn Simmons erweisen sich bisher als extrem gute Neuverpflichtungen. Entsprechend gelang es Ehingen, einige Ausrufezeichen zu setzen – etwa bei den Heimspielen gegen Tübingen (104:91) und Heidelberg (92:79). Daher ist klar: „Wir müssen uns trotz der Doppelbelastung in Topform präsentieren und an das anknüpfen, was wir gegen Rostock gezeigt haben“, so Cote.

Highlights aus der Partie sowie die Pressekonferenz können im Livestream-Channel der HEBEISEN WHITE WINGS Hanau unter https://airtango.live angesehen werden.

Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau spielten:

Jordon Talley (10 Punkte/1 Rebound/1 Assist)
Josef Eichler (3/0/0)
Till-Joscha Jönke (5/5/5)
Dorian Pinson (18/4/5)
Jeramie Woods (5/4/1)
Luquon Choice (3/7/1)
Alexander Angerer (12/7/1)
Jaleel Crawford (0/0/0)
Benedikt Nicolay (0/0/0)
Kalidou Diouf (17/8/3)