Hitchcock-Krimi mit Happy-end für die HEBEISEN WHITE WINGS: Die Hanauer bezwingen nach Overtime das Team Ehingen/Urspring 78:73(34:31; 67:67). „Am Ende war es ein hässlicher Sieg, aber da fragt uns morgen keiner mehr danach“, sagt ein sichtlich abgekämpfter, aber glücklicher Till-Joscha Jönke. Vor allem mit dem ehemaligen Hanauer Tobias Jahn hatten die Mannen von Simon Cote Probleme. Doch die alles überragenden 35 Punkte waren am Ende zu wenig. Die HEBEISEN WHITE WINGS entschieden die Big Plays in der Overtime für sich.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Zunächst lagen die Gäste in Führung, doch die Grimmstädter konterten mit einem 8:0-Lauf zum 12:8. In der ersten Halbzeit wechselte die Führung insgesamt fünf Mal. Die Hanauer hatten das bessere Ende für sich. Erst war es Eugene Harris, der nach einem Ballgewinn den Fastbreak zum 32:31 abschloss und dann vergaben die Gäste in den verbliebenen 13,8 Sekunden die Chance zur eigenen Führung. Jönke bestrafte die Unkonzentriertheit und konnte nach einem Einwurf noch das 34:31 markieren.

Erst nach dem Seitenwechsel fiel der erste Dreier des Abends. Eugene Harris traf vom Parkplatz. In Halbzeit eins haben die Hanauer zehn Versuche daneben gesetzt, Ehingen derer acht. Dafür hat das Inside-Game der Hanauer funktioniert. „Wir haben es aber nicht geschafft, sie zu stoppen. Haben keine Mittel gefunden“, sagt Headcoach Simon Cote. Als Kruize Pinkins, der am Ende mit 21 Punkten und 14 Rebounds das nächste Double-Double auflegte, den Buzzer von der Dreierlinie versenkte und Kapitän Christian von Fintel zwei weitere vom Parkplatz einstreute, schien zunächst der Knoten geplatzt. Die HEBEISEN WHITE WINGS zogen nach Punkten von Ruben Spoden und Till-Joscha Jönke erstmals auf über zehn Zäher davon.

Ehingen/Urspring stellte in der Defense auf eine Zonenverteidigung um und die Hanauer damit vor große Probleme. „Wir haben gegen die Zone keinen guten Job gemacht. Auch ich habe es nicht geschafft, die Jungs in gute Positionen zu bringen“, war Cote selbstkritisch. Der Lohn für die Gäste: Der Ausgleich zum 65:65 bei noch 1:23 Minute auf der Uhr. Ruben Spoden behielt aber von der Freiwurflinie die Nerven und zog anschließend das Foul in der Defense, sodass es in die Overtime ging. Da schienen die Hanauer etwas aufmerksamer. Bis dann erneut Ruben Spoden mit dem Big Play für eine kleine Vorentscheidung sorgte. Sein Dreier zum 75:71 65 Sekunden vor Schluss setzte die Gäste unter Zugzwang. Die Hanauer griffen sich dann aber die entscheidenden Rebounds in persona von Kruize Pinkins und kamen von der Freiwurflinie so zu einem hart erarbeiteten 78:73-Erfolg.

„Gratulation an Hanau, die sich den Sieg verdient haben. Mit einem Dreier bei 19 Versuchen, wird es natürlich schwer“, bilanziert Gäste-Coach Domenik Reinboth. Der konnte aber zum Glück auch Entwarnung geben. Im dritten Viertel hatte Tobias Jahn einen Hit abbekommen. Dem Center blieb die Luft weg, Physios, Sanitäter und auch Ärzte, die im Publikum saßen, eilten herbei. Jahn konnte aber relativ schnell wieder aufstehen und wurde gestützt in die Kabine begleitet – unter Applaus der gesamten Halle. „Da ist uns allen kurz die Luft weggeblieben“, meinte Reinboth. „Ihm geht es aber wieder gut, das die frohe Botschaft.“ Jahn konnte sogar im Schlussviertel und der Overtime wieder ins Geschehen eingreifen. Den Treffer von Spoden konnte aber auch er nicht verhindern.

Damit feierten die HEBEISEN WHITE WINGS ihren elften Saisonsieg und festigten ihren sechsten Tabellenplatz. Mit dem zweiten Heimspiel in Folge gegen Hamburg (Samstag, 19 Uhr) wollen die Hanauer nachlegen.

 

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Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau spielten:

Spieler (Punkte / Rebounds / Assist)
Kruize Pinkins (21 / 14 / 3)
Eugene Harris (18 / 2 / 3)
Paul Albrecht (0 / 1)
Josef Eichler (2 / 6 / 1)
Christian von Fintel (9 / 4 / 1)
Benedikt Nicolay
Ruben Spoden  (10 / 5)
Julian Albus (3 / 2 / 2)
Brian Sullivan
Till-Joscha Jönke  (15 / 5 / 7)

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Für das TEAM Ehingen/Urspring spielten:

Spieler (Punkte / Rebounds / Assist)
Devon Moore (14 / 6 / 7)
Tobias Jahn (35 / 13 / 1)
Daniel Berger (12 / 5 / 5)
Ali Fraser (9 / 1 / 1)
Andrew Onwuegbuzie (0 / 2)
Kameron Taylor (2 / 2 / 2)
Christopher Wolf (0 / 5)
Noah Aghas (0 / 1)
Joel Aminu (1 / 0 / 1)
Zaire Thompson  (0 / 3 / 1)
Radivoj Tomasevic  (0 / 2 / 1)

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