Die HEBEISEN WHITE WINGS wollen den Coup gegen die Oettinger Rockets dieses Wochenende vergolden. Gelingen soll das am siebten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA in Dresden. Das Duell am Sonntag (16 Uhr) ist auch das Wiedersehen mit alten Bekannten. Bei den Titans hat Steven Clauss, der in der ProB die Hanauer trainierte, das Sagen. Und auch auf dem Feld steht mit Sebastian Heck ein bekanntes Gesicht.

Schon unter der Woche gab es positive Nachrichten für die HEBEISEN WHITE WINGS. Der 74:68-Heimsieg gegen die Rockets sorgte für Aufsehen, selbst in Israel blieb der Erfolg nicht unbemerkt. Ryan Pannone, der vergangene Saison Simon Cote assistierte postete auf Facebook: „Großer Sieg für die HEBEISEN WHITE WINGS über ein wunderbar trainiertes Team aus Gotha!“ Und auch die heimischen Experten wussten den Sieg einzuordnen. Mit Kruize Pinkins und Eugene Harris wurden gleich zwei Hanauer in die Top10 des Spieltages gewählt. Für Mr. Double-Double, Kruize Pinkins, war es bereits die vierte Nominierung der Saison.

Doch Hanaus Headcoach Simon Cote weiß genau, all das ist wenig Wert, wenn man in Dresden nicht nachlegt. So fordert er, die positive Stimmung mitzunehmen und mehr Konstanz in die Leistungen zu bringen. Ein Sieg gegen den Aufsteiger aus Dresden ist fest eingeplant, gerade auswärts aber auch ein hartes Stück Arbeit. Das musste zuletzt auch Trier erfahren. Der Playoff-Kandidat unterlag bei den Titans 83:91. Und auch Paderborn kann ein Lied davon singen, wie schwer Spiele in Dresden sind. Die Uni Baskets gewannen erst nach zweifacher Overtime. Die HEBEISEN WHITE WINGS sind also gewarnt.

Zumal die Titans mit Randal Holt einen der Topperformer der Liga in den eigenen Reihen wissen. Der Guard aus den USA legt im Schnitt 20 Punkte, 4,5 Assists und 2 Steals auf. Damit zählt er zu den effektivsten Spielern der Liga. Und wie Trier erfahren hat, kann er Spiele nahezu im Alleingang entscheiden. Zweite Option im Angriff der Gastgeber ist David Sturner, der 15,5 Punkte und 8 Rebounds markiert. Und sollte Keithric Pressley dieses Wochenende wieder auflaufen können, sind da bereits drei Spieler, die Spieltag für Spieltag über 14 Punkte erzielen.

Und dann sind da noch so talentierte Jungs wie der ehemalige Hanauer Sebastian Heck. Der 21-jährige Flügelspieler hat im Sommer mindestens einen Schritt in der persönlichen Entwicklung nach vorne gemacht. Das liegt sicherlich auch an der verbesserten Athletik. So setzt Steven Clauss ihn knapp 18 Minuten ein, in denen er 5,3 Punkte und 2,3 Rebounds für sein Team holt. Aber wie die Flügelträger wissen, ist er vor allem einer, der ein Spiel lesen kann und in der Defense für den einen oder anderen Ballgewinn gut ist. Die Titans sind eben doch mehr als Randal Holt.

Und dennoch: Die HEBEISEN WHITE WINGS, bei denen hinter dem Einsatz von Brian Sullivan weiterhin ein großes Fragezeichen steht, wollen in Dresden nachlegen und den vierten Saisonsieg einfahren. Treten sie als Mannschaft geschlossen auf wie gegen die Rockets und bringen die selbe Intensität aufs Feld, dann können sie mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten.