Zehn Punkte pro Spiel, fast 60 Prozent seiner Würfe fliegen durch die Reuse – und dennoch, Paul Abrecht sieht bei seinem Spiel noch Luft nach oben. Vor dem Duell mit den ETB Wohnbau Baskets Essen, für die der Power Forward noch in der vergangenen Saison auflief, spricht Albrecht über die Besonderheit des Spiels, den Saisonstart und warnt davor, sich von der Tabelle täuschen zu lassen.

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Für ihn sei das Wiedersehen in der Sporthalle „Am Hallo“ (Samstag, 19.30 Uhr, live auf www.sportdeutschland.tv) etwas Besonderes. „Ich denke für jeden Spieler ist es ein besonderes Spiel, wenn man an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt“, so der 23-Jährige. Im selben Atemzug warnt er davor, sich von dem Start der Essener blenden zu lassen. Die stehen zwar mit vier Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz, hatten es aber auch mit den Playoff-Kandidaten Kirchheim und Trier sowie den BBL-Absteigern Mitteldeutscher BC und Crailsheim zu tun. „Ich denke, die Essener sind definitiv stärker als 0:4, was sie besonders gegen Kirchheim angedeutet haben. Zudem ist es so, dass in dieser Liga jeder gegen jeden gewinnen kann“, meint Albrecht. Die Niederlage vom Aufstiegsfavoriten MBC in Hamburg am vergangene Wochenende dürfte den HEBEISEN WHITE WINGS Warnung genug sein.

Der Neu-Hanauer hat für Samstag ein relativ simples Erfolgsrezept: „Der Schlüssel zum Sieg ist, dass wir unser Spiel durchsetzen und gut verteidigen.“ Das hat der Mann mit der Trikotnummer 6 an den ersten vier Spieltagen selbst immer wieder getan. Dabei hatte der 2,05-Meter-Mann, der von Headcoach Simon Cote gerne auch mal als Center aufgestellt wird, es durchaus mit größeren Jungs zu tun. Aber selbst der Kölner Dennis Heinzmann mit seinen 2,16 Meter kam gegen Albrecht nicht zum Korberfolg. Aber gerade unter den Körben sieht er selbst noch am meisten Entwicklungspotential bei sich. „Vor allem an meinem Reboundverhalten muss ich noch arbeiten“, sagt der ehemalige U20-Nationalspieler. Dabei greift er sich aktuell schon knapp vier Rebounds und hilft vor allem seinen Teamkollegen, indem er erfolgreich ausboxt – was in keiner Statistik zum Tragen kommt. In den 29 Minuten auf dem Parkett trifft Albrecht 60 Prozent seiner Dreier und zeigt sich in der Zone fast genauso treffsicher.

Der Saisonstart mit dem Team ist angesichts der Gegner geglückt. „Meinen eigenen Saisonstart bewerte ich erstmal als ‚ok‘“, ist Albrecht selbstkritisch. „Ich habe definitiv noch mehr vor dieses Jahr und hoffe, dass ich meine Leistungen noch steigern kann.“ Nächste Gelegenheit dazu hat er am Samstag – an alter Wirkungsstätte.